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Hingehpflicht
Die Hausband des Blue Note, die Lazy Boys, spielen heute anlässlich der Erscheinung ihrer neuen Schallplatte im Titty Twister an der Prießnitzstraße auf. Leider ist diese Veranstaltung nun die wohl wirklich letzte in diesem schönen Club. Die Räumlichkeiten werden demnächst vom Carte Blanche mitgenutzt.
- The Lazy Boys
- 12. Mai 2010, 22 Uhr
- Record Release Party
- Titty Twister
“Lazy Boys” mit neuer Scheibe
Die Band um Blue-Note Chef Mirko Glaser bringt in der kommenden Woche ihr neues Album auf den Markt. Es heißt “Shadows” und erscheint bei Part Records. Das Plattenlabel fasst es so zusammen: Red Hot Country Rock & Roll.
Am 31. März gibt es auf dem Neustadt-Online-Radio TwitnRoll Radio eine Record-Release-Show. Wer die Burschen live sehen will, muss die Neustadt verlassen, am 20. April gibt es ein Konzert in der Komödie und am 24. April im Leonardo im Hechtviertel.
Helge wieder im Blue Note?
Wird der Jazzmusiker heute Abend nach dem Konzert an der Elbe wieder wie nach vergangenen Auftritten ein kleines Konzertchen im Blue Note geben?
Sensation: Blue Note zur BRN geöffnet
Das gabs schon lange nicht mehr. Das Team vom Blue Note hat den Chef angeblich so lange genervt, bis er zugestimmt hat. Deshalb gibt es in diesem Jahr einen Stand vor der Bar. Es wird nicht nur helles sondern auch dunkles Bier serviert. Aber der Knüller werden sicher die Leberwurstschnittchen mit Gurke.
Blue-Note-Chef schreibt offenen Brief an OB Orosz
Mirko Glaser
Rudolf-Leonhard-Straße 13
01097 Dresden
Helma Orosz
Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden
per Email
Sehr geehrte Frau Orosz,
gestatten sie mir ein paar in Worte zum Thema Kultur und der Umgang mit ihr in Dresden. Ich selbst, um sie nicht unaufgeklärt zu lassen, betreibe in Gemeinschaft den Jazzclub BLUE NOTE in der Dresdner Neustadt und bin auch sonst sehr kulturinteressiert, aber dieser Fakt tut hier wenig zur Sache. Den Meldungen der letzten Tage entnahm ich, daß sie vorhaben, die Dresdner Werbung- und Tourismus GmbH aufzulösen, ein Vorhaben, bei welchem ich sie nur tatkräftig unterstützen kann. Allerdings aus vermutlich anderen Beweggründen. Doch dazu später. Der Umstand, welcher mich veranlaßt, ihnen diesen Brief zu schreiben, ist ein anderer.
Soeben kam ich, wohlgemerkt zu Fuß, aus dem ALTEN SCHLACHTHOF, und mußte mit Verwunderung feststellen, daß nahezu alle in unmittelbarer Nähe dieser Lokalität geparkten Autos ein sogenanntes Knöllchen am Scheibenwischer klemmen hatten. Einerseits verstehe ich natürlich, daß es in einer sozialen Gemeinschaft, und als solche begreife ich natürlich auch meine Heimatstadt, gewisse Regeln geben muß, ohne deren Einhalt ein Zusammenleben kaum denkbar wäre, andererseits sollte es selbst bei strenger Einhaltung der Regeln, wofür wir deutschen ja immerhin weltweit bekannt sind, einen gewissen Spielraum geben. Obwohl selbst unbetroffen vom Fleiß der Polizeibehörde, machte ich mir die Mühe, einige Straßen abzuschreiten, um mich zu vergewissern, inwiefern eine etwaige Behinderung eventuell notwendiger Einsatzfahrzeuge vorgelegen haben könnte. Und sieh an, kaum eines der Fahrzeuge stand in irgendeiner Art und Weise irgendjemandem bei der Ausführung seiner Tätigkeit im Wege. Die Fahrzeuge wurden ab ca. 19:00 Uhr geparkt und wurden gegen 23:30 Uhr weggefahren. Andere Parkmöglichkeiten gibt es im Umkreis nicht. Das läßt bei mir nur den Schluß zu, und zwar nicht erstmalig, denn ich beobachte diese Art Umgehensweise mit „Sündern” schon des längeren, daß hier offensichtlich ganz gezielt Personal des Ordnungsamtes geschickt wird, und zwar nicht um der Ordnung willen, sondern explizit um das Stadtkässel zu füllen.
Eine Stadt wie Dresden sollte meines Erachtens froh darüber sein, ein kulturell breites Spektrum abdecken zu können, wohl wissend, daß ein großer Teil dessen aufgrund privatwirtschaftlicher Initiativen geschieht, ohne jeden Cent städtischer oder staatlicher Fördermittel. Vielmehr wird durch die Stadt Gewerbesteuer kassiert und auch sonst jede Möglichkeit genutzt, um sich jeden auch noch so geringen Aufwand geldwert vergüten zu lassen.
Jedoch schickt die Stadt, die sich als Kulturstadt zu vermarkten sucht, ihre Bediensteten aus, um auch noch zu später Stunde am Kulturinteresse der Bürger zu profitieren. Pfui! sage ich da, das gehört sich nicht. Ich kann nicht einerseits so tun, als läge mir als Kommune etwas an Kultur, andererseits tue ich ebensowenig dafür, daß Gäste derselben sich wohlfühlen. Verstehen sie mich, verehrte Frau Orosz, nicht falsch. Ich rufe keinesfalls zum wahllosen Falschparken 24 Stunden rund um die Uhr auf, aber ich kann mich mit dem Gedanken nicht anfreunden, daß Ordnungsamtsbedienstete extra losgeschickt werden, um bei größeren Veranstaltungen im Interesse der Stadt Knöllchen zu verteilen. Ich nähere mich dem Ausgangspunkt. Ein Vorgehen dieser Art ist mir nicht zum ersten Mal aufgefallen. Insgesamt mangelt es der Stadt Dresden meines Erachtens nicht nur an behördlicher Toleranz, insbesondere bei Großveranstaltungen, nein, mein geliebtes Dresden leidet auch darunter, in der Außenwirkung an Attraktivität zu verlieren. Dazu tragen soeben genannte Dinge bei, ebenso wie die bisherige Konzentration auf Dresden als Barock, als Semperoper, als Grünes Gewölbe. Diese Stadt lebt, und das wissen wahrscheinlich die wenigsten Menschen dieser Welt, von ihrer Kreativität, von den Menschen, die außerhalb der DWT, außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung, etwas tun, um sich kulturell zu verwirklichen. Es gibt viele Beispiele, die ich ihnen gern nenne, falls ihrerseits Interesse besteht, aber ich denke, es ist der falsche Weg, Menschen, die ob ihres kulturellen Interesses keinen Hehl machen, die vielmehr aus der Ferne Anreisen, dies im übrigen ein Unterfangen, welches mittels Bahn und ÖPNV aufgrund mangelnder Abdeckung kaum noch machbar ist (versuchen sie mal, gegen 17 Uhr in Kamenz loszufahren, um gegen 20 Uhr in Dresden ein Konzert sehen zu können und danach einen Anschlußzug nach Hause zu erreichen…), durch Stadtangestellte abzustrafen. Einfacher wäre es, ein sinnvolles Parkkonzept zu erstellen, bei dem auch private Veranstalter integriert werden könnten. Ebenso wäre eine Ausweitung des Werbekonzeptes der Stadt Dresden auf das Unentdeckte, auf die Subkultur, auf alles, was sich außerhalb der wiederhergerichteten Altstadt abspielt durchaus von großem Wert. Glauben sie mir, wenn ich ihnen sage: ein großer Teil der jüngeren Touristen kennt Dresden nur zufällig, weil es am Wege liegt. Kleiner Stop zwischen Prag und Berlin gefällig? Ah, Dresden, we know Dresden China. Doch damit ist Meißner Porzellan gemeint. Kaum ein Tourist unter 35 weiß, daß es in der sächsischen Landeshauptstadt eine kreative (Untergrund-)Szene gibt, kaum ein Besucher nimmt vor seinen zufälligen Entdeckungen war, daß Malerei, Musik, Theater & Kino nicht nur im 26er Ring vorhanden sind. Letztendlich schließt sich der Kreis nun endlich. Natürlich brauchen wir keine DWT, die sich ausschließlich der Vermarktung des Barock verpflichtet fühlt. Umsomehr brauchen wir tragfähige Konzepte um diese Stadt attraktiver zu machen. Dazu gehört die Schaffung sinnvollen Parkraums ebenso wie die Ausweitungen des Marketings auf andere Teile der Stadt und vieles andere mehr. Neustadt, Laubegast, Striesen, Hechtviertel und alle anderen Quartiere sind voller entdeckenswerter Dinge. Man muß sich nur die Mühe machen, diese entdecken zu wollen.
Diese Stadt lebt jetzt und nicht vor 300 Jahren!
Hochachtungsvoll
Mirko Glaser
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Blue Note Dresden
www.jazzdepartment.com
Open-Mic-Night zurück im Blue Note
Am Donnerstag, dem 7. August steigt nach der Sommerpause mal wieder eine Open-Mic-Night im Blue Note. Vorher gab es den Sanges-Wettbewerb in der Groove-Station, was einer bestimmten Person nicht so recht passte. Siehe hier.
Die Bagles erneut im Blue Note
Wenn mir mal was gefällt, muss ich es auch immer gleich weitererzählen. Am Sonnabend, 10. Mai, spielen Die Bagles im Blue Note. Los gehts um 21 Uhr. Hier könnt ihr schon mal reinhören. Hier gibts einen Bericht vom letzten Auftritt in Mirkos kleiner Musik-Kneipe.
Die Bagles im Blue Note

Kurz nach neun kam ich an. Die Bar auf der Görlitzer Straße war rammelvoll. Per Blick-Kontakt und Zeichen konnte ich ein Bier ergattern. Als meine Brille, die natürlich wieder mal beschlagen war, endlich die Sicht frei gab, sah ich mich um. Ach ja, Musiker müsste man sein. Um mich rum haufenweise hübsche Mädels in Feierlaune. Der Grund dafür stand auf der Bühne, die Bagles, ausgestattet mit Quetschkommode, Klarinette, Gitarre, Geige und weiteren Musikinstrumenten schrammelte wild drauf los. Die Bagles, das sind Matthias Müller, Simon und Georg Schumann. Eigentlich ist das ja nicht so meine Musik: Tango – das ist doch was für Intellektuelle, aber die traurigen Klänge passten sowohl zu meiner Stimmung als zum Wetter draußen.
Später dann, ich hatte schon das zweite Bier in der Hand und mich mehrmals in die Raucherkammer gezwängt, wurde es dann fröhlicher. Und als sie dann ihre Version des Evergreen spielten, tobte das Publikum und auch ich ließ mich anstecken und wippte bedächtig mit dem großen Zeh. Die Bagles zeigten ihre ganze Bandbreite und auch ein Gastmusiker durfte noch mit auftreten. Gestoppt wurde die Party nur durch das freundliche aber bestimmte Eingreifen des Barkeepers, der im Interesse der Anwohner auf die Nachtruhe bestand.
Ich schätze, spätestens am 10. Mai bin ich dann wieder im Blue Note.
Von fernen Gartenlokalen und nahen Konzerthallen

Gitarrist und Blue-Note-Chef Mirko Glaser
Szenen-Wechsel. Ein Tag später in der Scheune auf der Alaunstraße spielen die „Lazy Boys“ wieder, diesmal als Vorband für das „Jim Wayne Swingtett“.
Doch irgendwie will die Stimmung nicht so recht aufkommen, vielleicht liegt es an der Technik, die einfach nur funktioniert. Oder ist die Bühne schuld, die Abstand schafft zum Publikum. Die Musik ist jedenfalls wieder Klasse und auch hier klatschen die Leute nach jedem Titel, doch die Scheune wirkt recht leer, niemand tritt mir auf die Füße und die Chance Bier über die Hose geschüttet zu bekommen, ist gleich Null.
Ganz anders in der Saloppe. Dort musste ich mich durch die Massen kämpfen, um ein Bier zu ergattern. Und als Entschädigung für die schlechte Technik gab es eine Runde Tequilla, natürlich nicht fürs Publikum sondern für die Band. Und Mirko konnte wieder Sprüche machen: „Das wird uns bestimmt von der Gage abgezogen.“



