Von fernen Gartenlokalen und nahen Konzerthallen

Gitarrist und Blue-Note-Chef Mirko Glaser
Szenen-Wechsel. Ein Tag später in der Scheune auf der Alaunstraße spielen die „Lazy Boys“ wieder, diesmal als Vorband für das „Jim Wayne Swingtett“.
Doch irgendwie will die Stimmung nicht so recht aufkommen, vielleicht liegt es an der Technik, die einfach nur funktioniert. Oder ist die Bühne schuld, die Abstand schafft zum Publikum. Die Musik ist jedenfalls wieder Klasse und auch hier klatschen die Leute nach jedem Titel, doch die Scheune wirkt recht leer, niemand tritt mir auf die Füße und die Chance Bier über die Hose geschüttet zu bekommen, ist gleich Null.
Ganz anders in der Saloppe. Dort musste ich mich durch die Massen kämpfen, um ein Bier zu ergattern. Und als Entschädigung für die schlechte Technik gab es eine Runde Tequilla, natürlich nicht fürs Publikum sondern für die Band. Und Mirko konnte wieder Sprüche machen: „Das wird uns bestimmt von der Gage abgezogen.“


